Eisel als HTC-Kapitän zur Tour de France

Eisel als HTC-Kapitän zur Tour de France

Am Sonntag gab der Radrennstall HTC Highroad sein Aufgebot für die am kommenden Samstag beginnende Tour de France 2011 bekannt. Mit dabei als einziger Österreicher  ist Bernhard Eisel – erstmals als Kapitän beim wichtigsten und prestigeträchtigsten Radrennen der Welt.

Sieben Grande Boucle-Teilnahmen hat der 30-jährige bereits in den Beinen und bei jedem einzelnen Antritt  auch die Zielankunft auf der Champs Elysee  erlebt. Mit seiner achten Teilnahme zieht der Wahlkärntner in der Statistik  nun mit dem bisherigen rot-weiß-roten Tour-Rekordhalter Georg Totschnig gleich. Wohl der Hauptgrund weshalb Teammanager Bob Stapleton und Rolf Aldag als sportlicher Leiter den Steirer zum Kapitän und Entscheidungsträger des US-Teams ernannt haben: „Berni ist unser erfahrenster Mann und daher unser Road-Captain. Kein anderer aus dem diesjährigen Kader ist die Tour so oft gefahren und so routiniert wie er“, begründet Aldag die Entscheidung. „Das ist natürlich eine große Ehre für mich und ich bin super happy. Doch selbst wenn ich jetzt noch relativ relaxt bin,  diese Rolle wird bestimmt noch für eine ordentliche Portion Nervosität, aber auch für zusätzliche Motivation sorgen“, erklärte Eisel nach der Bekanntgabe.

Neben ihm stehen weiters noch Mark Cavendish (GBR), Tony Martin (GER), Matt Goss, Mark Renshaw (beide AUS), Peter Velits (SVK), Lars Bak (DAN), Danny Pate und Tejay van Garderen (beide USA) im neunköpfigen HTC-Aufgebot.

„Wir sind in dieser Formation eine richtig starke Mannschaft. Haben mit Tony Martin einen Mann für das Gesamtklassement und die Bergankünfte, mit dem 15-fachen Etappensieger Mark Cavendish und Matt Goss zwei brutal schnelle Männer für die Sprintankünfte“, analysiert der frischgebackene HTC-Teamleader, der  bei der 98. Tour de France vor einer großen Herausforderung steht. „Wir wollen gleich zu Beginn unsere Stärke demonstrieren, Etappensiege und ein Top-Ten-Platz von Martin sind unsere Ziele. Speziell das Teamzeitfahren am zweiten Tag wird die erste Schlüsselsetappe sein und  insbesondere für mich ­– als nicht wirklicher Zeitfahrspezialist – die mitunter größte Hürde. Denn bei der Tour lässt man sein Team niemals hängen, als Teamkapitän erst recht nicht.“

Die „große Schleife“ startet am Samstag von der Atlantik-Insel Ile de Noirmoutier  mit einer Flachetappe statt des obligatorischen Prologs und führt über weitere 20 Teilstücke  (inklusive zwei Ruhetage) zur Zielankunft (24. Juli) nach Paris. Die Gesamtdistanz beträgt bei der 98. Auflage  3430,5 Kilometer. Dabei ist die Streckenführung heuer insbesondere auf die Kletterspezialisten ausgelegt. Es stehen insgesamt vier Bergankünfte auf dem Programm, der Alpenpass Col de Galibier wird 2011 gleich zweimal in Angriff genommen.

 

 

 

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