Eisel mit neuer Wunderwaffe bei Mailand-Sanremo

Eisel mit neuer Wunderwaffe bei Mailand-Sanremo

Am Samstag startet Radprofi Bernhard Eisel (HTC-Columbia) beim Eintagesklassiker Mailand-Sanremo. Der Edelhelfer von Mark Cavendish will den Briten zu seinem zweiten Erfolg bei der „Classicissima“ führen.

Die Bilanz von Bernhard Eisel nach seinem 138. Gesamtrang bei der Rad-Fernfahrt Tirreno-Adriatico fällt gemischt aus. Spitzenergebnisse wie in den Vorjahren auf den einzelnen Etappen blieben zwar aus, dennoch zieht der 30-jährige ein durchaus positives Resümee. „Ich konnte gut trainieren und bin mittlerweile wieder völlig gesund. Zudem war Tirreno eine optimale Vorbereitung für Mailand-Sanremo.“

Der berühmteste Eintagesklassiker Italiens geht am Samstag in Szene. Eisel’s Team, HTC-Columbia, setzt alles daran den Sieg durch Mark Cavendish im Jahr 2009 zu wiederholen. „Alle für einen“, lautet das Motto im amerikanischen Rennstall. Auf Eisel wird deshalb jede Menge Arbeit zukommen. „Im Idealfall bringe ich Cav im Spitzenfeld über die Cipressa und den Poggio um ihm dann noch den Sprint anzuziehen. Wir haben jedenfalls eine starke Mannschaft am Start und auch meine Formkurve hat sich von Tag zu Tag gesteigert“, erzählt der Steirer.

Schon vor dem Start von Tirreno-Adriatico hat Eisel mit seinem Team die markantesten Streckenabschnitte besichtigt, letzte Anweisungen und Tipps gab es noch vom sportlichen Leiter von HTC, Erik Zabel, der die „La Primavera“ viermal gewinnen konnte. Bernhard Eisel’s beste Platzierung war ein 11. Rang im Jahr 2003. Zusätzlich werden vier vom HTC-Team, darunter der Österreicher, von Teamsponsor Specalized mit speziellen Rädern ausgestattet. „Unsere Geheimwaffen sozusagen. Die Räder begründen eine neue Evolutionsstufe auf dem Materialsektor. Sie sind aerodynamischer, belastbarer und steifer“. zeigt sich Eisel fasziniert.

Mailand-Sanremo ist mit über 290 Kilometern das längste Eintagesrennen im Profi-Radsport und wird traditionell an einem Samstag Ende März ausgetragen. Organisiert wird der Klassiker seit jeher von der La Gazzetta della Sport, es zählt zu den fünf Monumenten des Radsports. Die Strecke von Mailand nach Sanremo ändert sich von Jahr zu Jahr nur geringfügig. Start ist auf der Piazza Castello in Mailand, danach führt die Strecke über Binasco, Pavia, Voghera, Tortona, Novi Ligure, Ovada und den Turchino-Pass (588 Meter) zur Mittelmeerküste die italienische Riviera entlang. Spektakulär und zumeist Rennentscheidend sind die Anstiege kurz vor Sanremo – die Cipressa (etwa 20 Kilometer vor dem Ziel) und der Anstieg zum Poggio (rund sechs Kilometer vor dem Ziel).

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